02 May 2026, 06:04

RWE baut zwei riesige Solarparks auf ehemaligem Tagebau-Gelände

Luftbild einer großen Halle mit Solarmodulen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen, Gras und Strommasten, mit Hügeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund; die Halle ist Deutschlands erste solarbetriebene Fabrik.

RWE baut zwei riesige Solarparks auf ehemaligem Tagebau-Gelände

RWE plant Bau von zwei neuen Solarparks mit 86,5 Megawatt Leistung im rheinischen Revier

Der Energiekonzern RWE hat Pläne für den Bau zweier neuer Solarparks mit einer kombinierten Leistung von 86,5 Megawatt im rheinischen Braunkohlerevier vorgestellt. Die Anlagen entstehen auf rekultiviertem Gelände in der Nähe des ehemaligen Tagebaus Garzweiler. Die Bauarbeiten sollen in Kürze beginnen, der Betrieb noch vor Jahresende aufgenommen werden.

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Die Solaranlagen werden östlich und westlich der Autobahn A44n zwischen den Städten Bedburg und Jüchen errichtet. Wie Lars Kulik, im Vorstand von RWE Power für den Braunkohlebereich zuständiges Mitglied, mitteilte, werden die Parks an die bestehende Netzinfrastruktur des Tagebaus Garzweiler angebunden. Dies soll die Entwicklung auf bereits durch den Bergbau umgestaltetem Land beschleunigen.

RWE setzt auf Ausbau der Erneuerbaren im Revier Zu RWEs übergeordneter Strategie gehört der Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region um mindestens 500 Megawatt, vor allem durch Solar- und Windprojekte. Das Unternehmen konzentriert sich dabei auf Standorte entlang von Autobahnen, wo Genehmigungsverfahren zügiger ablaufen und die öffentliche Akzeptanz in der Regel höher ist. Katja Wünschel, CEO von RWE Renewables Europe & Australia, betonte, dass solche Flächen oft mit weniger Verzögerungen und größerer Unterstützung aus der Bevölkerung realisiert werden können.

Der Energieversorger betreibt in der Region bereits sieben Solarparks, von denen vier mit Batteriespeichersystemen ausgestattet sind. Zu den Vorhaben zählte auch eine Demonstrationsanlage für Agri-Photovoltaik – eine Methode, die Stromerzeugung mit Landwirtschaft verbindet. Diese Projekte bauen auf RWEs Erfahrung auf, Erneuerbare-Energien-Anlagen in ehemalige Industrieflächen zu integrieren.

Regulatorische Klarstellung zum Solarbonus Die Ankündigung folgt auf eine aktuelle regulatorische Entscheidung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2023. In einem Beratungsverfahren wurde klargestellt, dass Netzbetreiber Verbraucher nicht mehr über den sogenannten Volleinspeisebonus für Solaranlagen informieren müssen – eine finanzielle Förderung für Solarstromerzeuger.

Die beiden neuen Solarparks werden nach ihrer Fertigstellung 86,5 Megawatt zu RWEs Portfolio an Erneuerbaren im rheinischen Revier beisteuern. Die Projekte nutzen Flächen, die zuvor für den Braunkohleabbau genutzt wurden, und greifen auf bestehende Infrastruktur zurück. Die Inbetriebnahme ist noch vor Ende 2024 geplant und soll den Wandel der Region hin zu saubereren Energiequellen vorantreiben.

Quelle