Schweizer Eishockeyverband zieht umstrittene Torhymne Richi nach Familienprotest zurück
Lea HartmannSchweizer Eishockeyverband zieht umstrittene Torhymne Richi nach Familienprotest zurück
Der Schweizer Eishockeyverband hat seine offizielle Torhymne nach Beschwerden einer Familie zurückgezogen, die eine unberechtigte Nutzung ihrer Stimme beanstandet hatte. Der Song Richi war für die Weltmeisterschaft 2024 in Prag vorgesehen, wurde jedoch nach den Vorwürfen der Familie Schömbächler gestrichen. Im Mittelpunkt ihrer Kritik stand die unautorisierte Verwendung eines viralen Videoclips, der den Sturz eines Kindes und den markanten Ausruf des Vaters zeigt.
Der Streit nahm seinen Anfang mit einer Folge der SRF-Serie Auf und davon aus dem Jahr 2010, in der der Umzug der Familie Schömbächler nach Kanada dokumentiert wurde. Eine Szene zeigte, wie der junge Richi Schömbächler von einem Bagger fällt, gefolgt vom lauten Ruf seines Vaters Hermann. Der Moment entwickelte sich zum Internet-Phänomen, doch damals entstanden keine offiziellen Merchandise-Artikel.
2022 veröffentlichte die Schweizer Band Stubete Gäng den Song Richi, der sich um das Bagger-Thema und Hermanns unverwechselbaren Ruf dreht. Der Titel wurde populär, was zu inoffiziellen Fanartikeln führte – Socken, Aufnäher und sogar ein Kinderbuch –, die allesamt ohne Erlaubnis das Bild der Familie nutzten. Die Schömbächlers sahen darin einen Verstoß gegen ihre Privatsphäre und forderten die Entfernung des Songs.
Nach der öffentlichen Stellungnahme der Familie zog der Schweizer Eishockeyverband Richi als Torhymne zurück. Stubete Gäng kündigte zudem an, den Song neu aufzunehmen – diesmal ohne Hermann Schömbächlers Stimme.
Die Entscheidung des Verbands bedeutet, dass Richi bei Schweizer Toren während der Meisterschaft nicht mehr gespielt wird. Die überarbeitete Version des Songs von Stubete Gäng wird den umstrittenen Audioausschnitt entfernen. Die Einwände der Familie haben weitere kommerzielle Nutzungen des Memes ohne ihre Zustimmung gestoppt.






