Solingen verwandelt Klinik-Abriss in ein nachhaltiges Mitnahme-Paradies
Anna SchmittSolingen verwandelt Klinik-Abriss in ein nachhaltiges Mitnahme-Paradies
Haus G des Solinger Städtischen Klinikums wird abgerissen – doch vorher gibt es noch einen letzten Nachhaltigkeits-Schub. Am 10. und 11. Oktober öffnet das Gebäude für eine besondere Aktion namens "Krankenhaus zum Mitnehmen", bei der wiederverwendbare Materialien an die Öffentlichkeit abgegeben werden. Das Projekt soll beweisen, dass Kreislaufwirtschaft auch im Bauwesen funktioniert – und dabei Abfall sowie Emissionen reduziert.
Bevor der Abriss beginnt, wird das Gebäude systematisch von allen brauchbaren Teilen befreit. Küchen, Keramik, Armaturen und Installationen werden von den Abriss-Teams sorgfältig demontiert. Gleichzeitig werden Schadstoffe entfernt, um eine sichere Rückbauweise der Fassade zu gewährleisten.
Während der Aktion "Krankenhaus zum Mitnehmen" können Besucherinnen und Besucher Möbel, Türen und andere Ausstattungsgegenstände kostenlos mitnehmen. Eine freiwillige Spende kommt dem Förderverein des Klinikums zugute. Die Initiative knüpft an ähnliche Projekte in Schalksmühle und Grefrath an, wo durch die Wiederverwendung von Materialien erhebliche Ressourcen eingespart wurden.
Ein beteiligtes Abrissunternehmen hat sich verpflichtet, den DGNB-Gold-Standard für Nachhaltigkeit zu erfüllen. Durch Recycling und Weiterverwendung von Materialien soll das Projekt Abfall vermeiden und zeigen, wie die Baubranche kreislauforientiert arbeiten kann.
Der Abriss von Haus G dient als Pilotprojekt für nachhaltige Baupraktiken: Wiederverwendbare Gegenstände werden weitergegeben, und der Prozess steht unter dem Vorzeichen ökologischer Verantwortung. Gelingt das Vorhaben, könnte es als Vorbild für künftige Bauprojekte in der Region dienen.






