Solingen zeigt Flagge: Regenbogen weht für Gleichberechtigung am 17. Mai
Anna SchmittSolingen zeigt Flagge: Regenbogen weht für Gleichberechtigung am 17. Mai
Solingen hisst am 17. Mai 2023 die Regenbogenflagge am Rathaus. Mit dieser Geste bezieht die Stadt Stellung zum Internationalen Tag gegen Homophobie, einem weltweiten Aktionstag für Gleichberechtigung und selbstbestimmtes Leben. In diesem Jahr fällt das Datum zudem mit dem 33. Jahrestag eines Meilensteins in der Geschichte der LGBTQ+-Rechte zusammen.
Das Datum hat besondere Bedeutung: Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Katalog psychischer Erkrankungen. Diese Entscheidung markierte einen Wendepunkt im globalen Umgang mit LGBTQ+-Gemeinschaften.
Auch Deutschland setzte später ein eigenes Zeichen: 1994 hob der Bundestag den Paragrafen 175 auf, ein seit dem 19. Jahrhundert geltendes Gesetz, das sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Die Abschaffung spiegelte den wachsenden gesellschaftlichen Konsens für gleiche Rechte wider.
Solingen engagiert sich seit Jahren aktiv für die Sache. Die Stadt beteiligt sich bereits zum fünften Mal in Folge am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit (IDAHOBIT). Mit dem Hissen der Regenbogenflagge bekräftigen die Verantwortlichen ihr Bekenntnis zu Vielfalt und individueller Freiheit.
Die Flaggenaktion in Solingen steht für eine breitere Bewegung hin zu Akzeptanz und Gleichstellung. Gleichzeitig würdigt sie den Fortschritt seit 1990, als Homosexualität offiziell als natürliche Variante menschlicher Erfahrung anerkannt wurde. Die Veranstaltung lädt die Bürgerinnen und Bürger ein, über Gleichberechtigung und den anhaltenden Kampf gegen Diskriminierung nachzudenken.






