31 March 2026, 00:04

Ulrike Guérots juristischer Kampf endet mit endgültiger Niederlage vor Gericht

Offenes Buch mit dem Titel "Dissertation Juridica de Victore in Expensas Condemando" und sichtbarem Text, wahrscheinlich rechtliche Dokumente.

Politische Wissenschaftlerin Ulrike Guérot verliert erneut vor Gericht - Ulrike Guérots juristischer Kampf endet mit endgültiger Niederlage vor Gericht

Die Politikwissenschaftlerin und Bestsellerautorin Ulrike Guérot, 61, hat ihren letzten juristischen Kampf gegen ihre Entlassung von der Universität Bonn verloren. Das Landesarbeitsgericht Köln bestätigte die Entscheidung der Hochschule und beendete damit einen Streit, der Anfang 2023 begonnen hatte. Bekannt für ihre provokanten Positionen zu den COVID-19-Maßnahmen und dem Ukraine-Krieg, bleibt Guérot eine polarisierende Figur in der deutschen öffentlichen Debatte.

Erstmals mit einer Kündigung konfrontiert wurde Guérot im Februar 2023, nachdem die Universität Bonn Plagiate in einer von ihr im Bewerbungsverfahren eingereichten Arbeit festgestellt hatte. Das Arbeitsgericht Bonn wies ihre Klage zunächst ab, und das jüngste Berufungsurteil bestätigte das ursprüngliche Urteil. Die Richter begründeten die Kündigung mit Fehlverhalten während des Einstellungsverfahrens.

Ihr öffentliches Profil wuchs während der Pandemie, als sie Regierungslockdowns und Impfpflichten scharf kritisierte. Später sorgten ihre Forderungen nach sofortigen Friedensverhandlungen in der Ukraine für weitere Kontroversen – Kritiker warfen ihr vor, die Rollen von Angreifer und Opfer zu verzerren. Diese Haltungen trugen zu grundlegenderen Verschiebungen in der deutschen Politik bei, wo die Debatten über staatliche Übergriffe und Außenpolitik an Schärfe gewannen.

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Bis 2025 hatte sich die öffentliche Meinung spürbar verändert. Berichte wie die Erkenntnisse des Corona-Ausschusses und geleakte RKI-Dokumente stützten Vorwürfe übermäßiger Pandemie-Maßnahmen, während wirtschaftliche Zwänge die CDU/CSU dazu brachten, ihre Haltung zur Ukraine-Hilfe zu lockern. Gleichzeitig spiegelte der Aufstieg der AfD auf 28 Prozent in Umfragen und eine Koalitionskrise 2025 – die zu vorgezogenen Neuwahlen führte – die wachsende Unzufriedenheit der Wähler wider. Anti-Kriegs- und Anti-Maßnahmen-Parteien gewannen an Einfluss und prägten bis Anfang 2026 die politische Landschaft neu.

Die Gerichtsentscheidung beendet das rechtliche Kapitel von Guérots Universitätskarriere. Ihre wegen Plagiats erfolgte Entlassung steht im Kontrast zu ihrem Einfluss auf nationale Debatten über staatliche Macht und Konfliktlösung. Die politischen Verschiebungen in Deutschland seit 2021 deuten darauf hin, dass ihre – wenn auch umstrittenen – Thesen Spuren im öffentlichen Diskurs hinterlassen haben.

Quelle