29 March 2026, 16:03

Warum deutsche Firmen mit Mitarbeiterwohnraum Fachkräfte gewinnen wollen

Plakat mit einem Bild des Weißen Hauses und Text, der den Biden-Harris-Wirtschaftsplan als blue-collar-Blueprint für die Schaffung von gut bezahlten Jobs ohne vierjähriges Studium präsentiert.

Warum deutsche Firmen mit Mitarbeiterwohnraum Fachkräfte gewinnen wollen

Wohnraum für Mitarbeiter wird für deutsche Unternehmen zum Schlüsselinstrument, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Eine aktuelle Studie zeigt: 58 Prozent der Firmen sind überzeugt, dass die Bereitstellung von Unterkünften die Personalgewinnung erleichtert, während 55 Prozent darin eine Möglichkeit sehen, langfristig Mitarbeiter zu binden. Dennoch bieten derzeit nur 9 Prozent der Unternehmen ihren Angestellten direkten Wohnraum an.

Das größte Hindernis stellt der Wohnungsmarkt selbst dar. Ganze 66 Prozent der Befragten geben an, dass die ungünstigen Rahmenbedingungen es schwer machen, Mitarbeiterwohnungen bereitzustellen. 39 Prozent nennen die hohen finanziellen und administrativen Kosten als zentrale Hürde, während 45 Prozent Schwierigkeiten haben, verlässliche Partner in der Wohnungswirtschaft zu finden, um solche Modelle umzusetzen.

Nur ein kleiner Teil der Unternehmen – gerade einmal 4 Prozent – plant in den nächsten fünf Jahren, eigenen Wohnraum für Mitarbeiter einzurichten. Allerdings unterstützen bereits 21 Prozent ihre Belegschaft indirekt, etwa durch Zuschüsse oder Hilfe bei der Wohnungssuche. Philipp Deschermeier, Experte für Personalstrategie, betont, dass Unternehmen mit Wohnraumangeboten im Wettbewerb um Talente klar im Vorteil sind.

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Die Studie verweist zudem auf eine Datenlücke: Seit 2019 gibt es kaum aktuelle Erhebungen dazu, wie viele deutsche Firmen direkte Wohnlösungen eingeführt haben. Um die Verbreitung zu fördern, werden Kommunen aufgefordert, Genehmigungsverfahren für betriebliche Wohnprojekte zu vereinfachen – ein Schritt, der Unternehmen den Einstieg erleichtern könnte.

Zwar ist Mitarbeiterwohnraum nach wie vor selten, doch die Vorteile liegen auf der Hand. Wer die Herausforderungen meistert, könnte leichter Fachkräfte gewinnen und langfristig binden. Noch jedoch bremsen hohe Kosten, schwierige Marktbedingungen und bürokratische Hürden eine flächendeckende Umsetzung.

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