25 April 2026, 16:03

Wiesbaden wird zur Bühne: Das Staatstheater bricht alle Regeln

Ein Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" ist aufgeschlagen und zeigt eine Seite mit Text und einem Logo.

Wiesbaden wird zur Bühne: Das Staatstheater bricht alle Regeln

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden startet mit einer provokanten Frage in die Spielzeit 2026/2027: Wem gehört die Stadt? Das neue Programm sprengt die Grenzen des klassischen Theaters, verwandelt öffentliche Räume in Bühnen und lädt alle ein, mitzumachen. Den Auftakt bildet Carl Orffs Carmina Burana – ein großes Eröffnungsspektakel mit über 200 Mitwirkenden.

Die künstlerische Leitung des Theaters will die übliche Trennung zwischen Darstellern und Publikum aufheben. Statt die Aufführungen auf einen Spielort zu beschränken, erobern die Produktionen die Straßen. Ein zentrales Projekt ist Metropolis Wiesbaden, das die Stadt in eine experimentelle Bühne verwandelt, auf der Schauspieler und Musiker sich frei unter die Menschen mischen. Bei Sinfonie für 100 Bürger werden die Rollen getauscht: Lokale Bewohner stehen gemeinsam mit Profis auf der Bühne.

Auch im Alltag wird es überraschende Kunstmomente geben. Das Theater plant "Opern-Flashmobs", die Passanten in Parks, auf Plätzen oder sogar in Einkaufszentren überraschen. Gleichzeitig wird das historische Wartburg-Gebäude nicht mehr nur als Theater genutzt – es wird zum Ort für Gespräche, Workshops und spontane Begegnungen.

Das Hessische Staatsballett setzt in dieser Spielzeit den Fokus auf zeitgenössische Werke. Im Musiktheater verbindet das Programm Vergangenheit und Gegenwart und fördert den Dialog zwischen klassischer Tradition und modernen Themen. Das Ziel ist klar: Menschen erreichen, die sich sonst nie ein Ticket kaufen würden – und die Kunst direkt zu ihnen bringen.

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Diese Spielzeit steht für ein radikales Umdenken, was Theater sein kann. Indem das Hessische Staatstheater Wiesbaden konventionelle Spielstätten und Rollen hinter sich lässt, will es einen Resonanzraum schaffen – einen Ort, an dem Kunst und Alltag aufeinandertreffen. Die ersten Vorstellungen beginnen im Herbst, und Carmina Burana gibt den Ton an für ein Jahr voller grenzenloser Kreativität.

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