14 March 2026, 18:03

Willich schließt drei Kitas bis 2027 – Eltern sorgen sich um Betreuungsangebote

Ein großes abbruchfertiges Gebäude in einer von anderen Gebäuden umgebenen Stadt mit Straßenlaternen, Straßenschildern, Kraftfahrzeugen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Willich schließt drei Kitas bis 2027 – Eltern sorgen sich um Betreuungsangebote

Willich baut seine Kinderbetreuungsangebote in den kommenden Jahren um. Bis 2027 sollen drei Kitas geschlossen oder verlegt werden, während die Stadt mit einem wachsenden Überschuss an freien Plätzen rechnet. Als Hauptgründe für die Veränderungen nennen die Verantwortlichen sinkende Geburtenraten und Haushaltszwänge.

Eltern im Norden Willichs äußern Bedenken wegen der schrumpfenden Auswahl vor Ort und befürchten, dass die Umstrukturierung das Gebiet für junge Familien weniger attraktiv machen könnte.

Die Kita St. Irmgardis wird am Ende des Kita-Jahres 2026/2027 ihre Türen schließen. Ab dem Kita-Jahr 2027/2028 übernimmt die Kita Villa Kunterbunt den Standort und bietet erweiterte Leistungen wie Mittagsverpflegung und Ganztagsbetreuung an.

Die Kita Alperhof bleibt nicht an ihrem bisherigen Standort. Stattdessen zieht sie in das generationenübergreifende Projekt Reinershof um, wo eine neue Einrichtung mit vier Gruppen geplant ist. Frühere Pläne für einen Neubau am bisherigen Standort wurden verworfen.

Unterdessen endet das Brückenprojekt Schatzkiste des DRK bis zum 31. Juli 2026. Die Förderung für die vom AWO betriebene Kita Blaues Haus in Schiefbahn wurde hingegen bis zum 31. Juli 2027 verlängert.

Die Stadt versichert, dass Familien im Norden Willichs weiterhin gut erreichbare Betreuungsangebote hätten. Die nächstgelegene Einrichtung sei nur neun Minuten mit dem Auto oder 16 Minuten mit dem Bus entfernt. Aufgrund der nachlassenden Nachfrage erwartet Willich jedoch bis 2029 rund 440 ungenutzte Kita-Plätze. Dieser Überschuss sowie die angespannte Haushaltslage haben dazu geführt, dass der Bau zweier ursprünglich geplanter städtischer Kitas nicht weiterverfolgt wird.

Die Änderungen verringern zwar das Angebot in einigen Stadtteilen. Zwar bringt der Umzug der Villa Kunterbunt in das Gebäude der St. Irmgardis neue Leistungen mit sich, doch die Schließung der Schatzkiste und der Umzug des Alperhofs bedeuten weniger Einrichtungen vor Ort. Die Berechnungen der Stadt zeigen jedoch, dass trotz der Anpassungen auch in den kommenden Jahren ausreichend Plätze zur Verfügung stehen werden.

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