18 March 2026, 04:03

Zeitzeuge berichtet: Flucht, Alltag und Kontrollen an der DDR-Grenze in Wesel

Detailierte Schwarzrandkarte von Deutschland mit Straßen und Autobahnen sowie Text unten.

Zeitzeuge berichtet: Flucht, Alltag und Kontrollen an der DDR-Grenze in Wesel

Öffentlicher Vortrag: Leben an der innerdeutschen Grenze – eine Zeitzeugenberichte aus Wesel

Am 7. Oktober findet in Wesel ein kostenloser öffentlicher Vortrag über das Leben an der innerdeutschen Grenze statt. Ronald Schreyer, der 1988 seiner Familie zur Flucht aus der DDR verhalf, wird dabei von seinen Erfahrungen berichten. Im Mittelpunkt steht der Grenzübergang Marienborn – einst der größte und am strengsten bewachte Kontrollpunkt zwischen Ost- und Westdeutschland.

Der Vortrag mit dem Titel "Die Grenze und das Sperrgebiet der DDR: Der Fall des Grenzübergangs Marienborn" beginnt um 18:00 Uhr und dauert bis 19:30 Uhr im Hörsaal der Volkshochschule (VHS). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist für alle Besucher frei.

Schreyer wird über den Aufbau und den Alltag an der Grenze sprechen – von den Wachen bis zu den Bewohnern der Sperrzonen. Zudem schildert er die komplexe Infrastruktur Marienborns: die 20 Kilometer lange eingezäunte Transitstrecke, die Kontrolltürme, die Fahrzeugabfertigungshallen und die Hubschrauberlandeplätze. Im Gegensatz zu kleineren Übergängen wie Checkpoint Alpha oder der Invalidenstraße in Berlin stach Marienborn durch seine Dimensionen und automatisierten Systeme hervor.

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Veranstalter ist die VHS Wesel-Hamminkeln-Schermbeck. Bei Rückfragen steht die Telefonnummer 0281-203 2590 zur Verfügung; weitere Informationen gibt es unter www.vhs-wesel.de.

Schreyers persönlicher Bericht gewährt Einblicke in eine der am stärksten befestigten Grenzen des Kalten Krieges. Der Vortrag verbindet die technische Dimension Marienborns mit den menschlichen Schicksalen hinter den Barrikaden – und vermittelt so ein lebendiges Bild vom Leben in der geteilten Deutschland.

Quelle