28 April 2026, 08:05

Zoll in Aachen stoppt polnische Spedition mit 9.000 Euro Mautschulden

Eine Mäststelle mit Fahrzeugen auf einer Straße darunter, eine Brücke mit Geländern und Säulen, Laternenmäste, Schilder, Bäume und ein bewölkter Himmel im Hintergrund, mit einem Lastwagen, der neben der Brücke fährt.

Zoll in Aachen stoppt polnische Spedition mit 9.000 Euro Mautschulden

Zollbeamte in Aachen gehen erneut gegen unbezahltes Mautgeld ausländischer Speditionen vor

Am 4. Juni 2025 haben Zollfahnder in Aachen abermals eine ausländische Transportfirma wegen ausstehender Mautgebühren gestellt. Ein polnisches Unternehmen wurde an einer Autobahnraststätte kontrolliert und musste fast 9.000 Euro an rückständigen Zahlungen begleichen. Bereits im Mai war ein ähnlicher Fall mit einer bulgarischen Spedition aufgetreten.

Der Vorfall ereignete sich an der Rastanlage Rurscholle Nord auf der A4 bei Düren. Beamte des Zollamts Aachen überprüften dort einen polnischen Transportunternehmen und entdeckten 48 unbeglichene Vollstreckungsbescheide. Die Gesamtforderung belief sich auf 8.663,50 Euro, die das Unternehmen sofort begleichen musste.

Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM), das an der Kontrolle beteiligt war, gab bekannt, dass die Firma wiederholt versucht hatte, sich der Erfassung zu entziehen. Die Ermittler stellten fest, dass das Unternehmen häufig Logos von seinen Lkw entfernte, um eine Identifizierung zu erschweren. Diese Masche wurde in der Vergangenheit bereits genutzt, um Mautkontrollen zu umgehen.

Ein vergleichbarer Fall hatte sich bereits im Mai 2025 ereignet, als eine bulgarische Spedition in der Nähe von Aachen angehalten wurde. Auch hier musste das Unternehmen ausstehende Mautgebühren direkt vor Ort per Kreditkarte begleichen.

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Das Aachener Zollamt bearbeitet regelmäßig solche Fälle und setzt Forderungen gegen ausländische Schuldner durch. Zwar liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit auf der Bekämpfung von Drogenschmuggel an den Grenzen zu Belgien und den Niederlanden, doch auch die Eintreibung öffentlicher Abgaben und Zollgebühren gehört zu ihren Aufgaben.

Die polnische Firma beglich die vollständigen 8.663,50 Euro während der Kontrolle. Die Behörden bleiben wachsam und überwachen Transportunternehmen gezielt auf Mautprellerei – insbesondere dann, wenn Fahrzeugkennzeichnungen manipuliert werden. Das Bundesamt für Logistik und Mobilität unterstützt weiterhin die Verfolgung und Durchsetzung dieser finanziellen Forderungen.

Quelle