01 May 2026, 20:03

Zoll stoppt historischen US-Panzer-Weasel auf der A2 – Verdacht auf Steuerhinterziehung

Alter militärischer M3A1-Spähwagen im Museum ausgestellt, umgeben von anderen Fahrzeugen und Informationsanzeigen.

Zoll stoppt historischen US-Panzer-Weasel auf der A2 – Verdacht auf Steuerhinterziehung

Zollbeamte der Flughafenkontrollstelle Paderborn/Lippstadt haben auf der Autobahn A2 einen norwegisch zugelassenen Transporter angehalten. Das Fahrzeug transportierte eine ungewöhnliche Ladung: einen M29C Weasel – ein ungepanzertes, kettengetriebenes Amphibienfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Behörden haben nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet.

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Der 38-jährige Fahrer brachte das historische US-Militärfahrzeug von Norwegen nach Frankreich, wo es verkauft werden sollte. Zwar verfügte er über eine Ausfuhrgenehmigung der norwegischen Behörden, doch fehlten ihm die notwendigen Zolldokumente für die Einfuhr des Weasels in die EU.

Der M29C Weasel, dessen Wert auf etwa 12.500 norwegische Kronen (rund 1.100 Euro) geschätzt wird, überschreitet die zollfreien Freigrenzen der EU bei Weitem. Waren aus Drittländern dürfen normalerweise bis zu einem Wert von 300 Euro zollfrei eingeführt werden, bei Reisegepäck auf dem Luft- oder Seeweg sogar bis zu 430 Euro. Für Personen unter 15 Jahren liegt die Grenze bei 175 Euro.

Da der Wert des Fahrzeugs diese Freigrenzen deutlich überstieg, wären Einfuhrabgaben fällig gewesen, und die Ware hätte beim Zoll angemeldet werden müssen. Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung von 700 Euro hinterlegen, um mögliche Zollgebühren und Strafen abudecken, bevor er seine Fahrt fortsetzen durfte.

Der Fall wurde wegen des Verdachts auf Zollhinterziehung zur weiteren Untersuchung weitergeleitet. Für nähere Auskünfte verweist das Hauptzollamt Bielefeld auf Ralf Wagenfeld. Der Fahrer bleibt verantwortlich für die Klärung der Zollangelegenheit, bevor er das Fahrzeug nach Frankreich ausliefern kann.

Quelle