Forschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion nachhaltiger revolutionieren
Lea HartmannForschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion nachhaltiger revolutionieren
Ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung der Ruhr-Universität Bochum zielt darauf ab, die Wasserstoffproduktion nachhaltiger zu gestalten. Die Initiative mit dem Namen CircuPEM konzentriert sich darauf, die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen in PEM-Elektrolyseuren zu verringern. Für das Vorhaben wurden fast 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeworben.
Das auf drei Jahre angelegte Projekt vereint mehrere Partner, darunter das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Ihr Ziel ist es, PEM-Elektrolyseure in eine Kreislaufwirtschaft zu integrieren, um wertvolle Materialien länger im Einsatz zu halten und Abfälle zu reduzieren.
Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: Zunächst analysiert das Team die bestehende Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Anschließend entwickeln und testen die Wissenschaftler:innen neue Geschäftsmodelle. Abschließend erarbeiten sie praxisnahe Empfehlungen für die Umsetzung in der Industrie. Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HNI, weist auf die hohen Kosten und Versorgungsrisiken hin, die mit den derzeit in PEM-Elektrolyseuren verwendeten kritischen Rohstoffen verbunden sind.
CircuPEM ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW. Das Projekt wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Europäischen Union gefördert.
Die Ergebnisse von CircuPEM könnten dazu beitragen, die Kosten zu senken und die Ressourceneffizienz in der Wasserstoffproduktion zu steigern. Durch die Förderung eines kreislauforientierten Ansatzes strebt das Projekt an, PEM-Elektrolyseure nachhaltiger und weniger abhängig von knappen Rohstoffen zu machen. Die Erkenntnisse werden in den kommenden drei Jahren mit Industrievertreter:innen geteilt.






