Solingen wird offiziell fahrradfreundliche Stadt in NRW – dank Korkenziehertrasse und Veloroute 1
Anna HuberSolingen wird offiziell fahrradfreundliche Stadt in NRW – dank Korkenziehertrasse und Veloroute 1
Solingen ist offiziell der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Städte in Nordrhein-Westfalen (AGFS NRW) beigetreten. Ein Auswahlgremium billigte den Antrag der Stadt am 26. September 2023 einstimmig – nach einer Prüfung der Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer. Die Entscheidung folgt auf jahrelange Investitionen in Projekte wie die Korkenziehertrasse und die Veloroute 1, die zu einem Anstieg des Radverkehrs um 40 Prozent geführt haben.
Vor der Aufnahme besuchte das Gremium Solingen, um die Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer vor Ort zu begutachten. Dabei wurden Routen, Verkehrsicherheitsmaßnahmen sowie die Zusammenarbeit zwischen den städtischen Ämtern unter die Lupe genommen. Besonders lobte die Arbeitsgruppe den strukturierten Ansatz und die abteilungsübergreifende Teamarbeit der Stadtverwaltung.
Als zentrale Erfolge hob das Gremium die Korkenziehertrasse und die Veloroute 1 hervor. Die Korkenziehertrasse erhielt in den vergangenen fünf Jahren eine neue Oberflächenbeschaffenheit, Beleuchtung und Rastplätze sowie eine digitale Anbindung an das Radwegenetz. Die Veloroute 1 wurde um eigene Fahrspuren, Brückenquerungen und Ampelvorrang für Radfahrer erweitert. Diese Maßnahmen trugen maßgeblich zum 40-prozentigen Nutzerzuwachs bei.
In ihrer Präsentation skizzierte Solingen zudem eine umfassende Mobilitätsstrategie. Geplant sind unter anderem eine stärkere Förderung des Radverkehrs, der Ausbau der Oberleitungsbusse und eine verbesserte Verkehrssicherheit. Das Gremium ergänzte dies mit Empfehlungen, etwa zur Verbreiterung von Gehwegen, Optimierung der Ampelschaltungen und besseren Beschilderung.
Die Mitgliedschaft in der AGFS NRW verschafft Solingen nun Zugang zu Landesfördermitteln, Fachberatung und dem Wissensaustausch mit 117 weiteren Mitgliedskommunen. Das 1993 gegründete Netzwerk setzt sich für die Verbesserung der Fuß- und Radinfrastruktur in der Region ein. Zudem würdigte das Gremium Solingens Ruf als "Wanderparadies" – ein weiterer Pluspunkt für die erfolgreiche Bewerbung.
Solingens Beitritt zur AGFS NRW erfolgte nach einer einstimmigen Abstimmung und Jahren gezielter Infrastrukturverbesserungen. Die Stadt profitiert künftig von Landesressourcen, kollektivem Fachwissen und kontinuierlicher Unterstützung für ihre Mobilitätsprojekte. Die Anerkennung des Gremiums für die Radwege und die administrative Koordination unterstreicht dabei die bereits erzielten Fortschritte.






