Evonik profitiert überraschend von US-Zöllen gegen China – dank lokaler Produktion

Amelie Schmidt
Amelie Schmidt
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Eine Buchseite mit einer detaillierten Zeichnung eines Automotors mit beschrifteten Komponenten, begleitet von dem Text "Deutsches Patent 890,000,000 - Schematics of the Engine".Amelie Schmidt

Evonik profitiert überraschend von US-Zöllen gegen China – dank lokaler Produktion

Deutscher Chemiekonzern Evonik könnte von US-Zöllen auf chinesische Importe profitieren

Der Essener Chemiekonzern Evonik könnte durch die US-Zölle auf Einfuhren aus China einen unerwarteten Vorteil erzielen. Zwar befürwortet das Unternehmen grundsätzlich freien Handel, doch seine eigenen Geschäftsaktivitäten bleiben weitgehend von den direkten Auswirkungen der Zölle verschont – dank einer beträchtlichen Produktionsbasis in den USA.

Die Situation hat Evonik zudem veranlasst, rechtliche Wege zur Entschädigung für frühere Zollmaßnahmen zu prüfen.

Da viele seiner Produkte vor Ort hergestellt werden, ist das Unternehmen nur begrenzt von den US-Zöllen betroffen. Anders als Konkurrenten, die auf Importe aus China angewiesen sind, umgeht Evonik so die höheren Kosten durch die Abgaben, die unter dem ehemaligen Präsidenten Trump eingeführt wurden. Diese Zölle lagen je nach Ware zwischen 10 und 34 Prozent und wurden später teilweise vor Gericht angefochten – etwa die auf Stahl und Aluminium, die weiterhin in Kraft sind.

Obwohl sich Evonik für offene Märkte und faire Wettbewerbsbedingungen einsetzt, prüft das Unternehmen nun, ob es Anspruch auf Entschädigungszahlungen hat. Die infrage kommende Summe bewegt sich im unteren zweistelligen Millionenbereich. Dies steht im Zusammenhang mit branchenweiten Diskussionen über die finanziellen Folgen der Zölle, insbesondere im Handel zwischen den USA, China und anderen wichtigen Partnern.

Seit 2020 sind auf Evoniks eigene Importe keine spezifischen Zollsätze mehr erhoben worden, da die lokale Produktion in den USA viele Abgaben umgeht. Dennoch hat die sich wandelnde Handelspolitik das Unternehmen dazu veranlasst, frühere finanzielle Belastungen durch Zollregelungen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Durch die Fertigung in den USA ist Evonik weniger anfällig für Importzölle. Gleichzeitig bewertet der Konzern, ob er Kosten aus früheren Handelsbeschränkungen zurückerhalten kann. Das Ergebnis möglicher Entschädigungsforderungen könnte die finanzielle Position des Unternehmens in den kommenden Jahren beeinflussen.

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